480 TeilnehmerInnen
532 Kommentare
1069 Stimmen

Die Diskussion ist geschlossen: Vielen Dank für Ihre Beiträge!

Vielen Dank für mehr als 500 Kommentare und über 1000 Bewertungen zu den Vorschlägen zur Förderung von Open Innovation in Österreich. Die Beiträge dieser Diskussion wurden sorgfältig ausgewertet zusammengefasst.

Den Bericht zur Online-Konsultation finden Sie hier:
"Ergebnisse aus der Diskussion der Maßnahmen zur Open Innovation Strategie"
Die einzelnen Kommentare können in der geschlossenen Diskussion unten nachgelesen werden.

Weitere Informationen zur nationalen Open Innovation Strategie finden Sie auf openinnovation.gv.at sowie auf unserer Facebookseite: www.facebook.com/openinnovationaustria

Nochmals vielen Dank für Ihre Beiträge!

Highlights aus dem Bericht:

Im Zuge der Online-Konsultation von 18.1. bis 14.3.2016 haben 452 Personen an der Diskussion zur Definition von Open Innovation und zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zur Förderung von Open Innovation in Österreich teilgenommen und dabei 532 Kommentare und 1069 Bewertungen abgegeben - allesamt sehr ausführliche und lesenswerte Beiträge.
Die Diskussion zur Vision und zu den 15 Maßnahmen stellt sich dementsprechend differenziert dar.

Der Text zur "Vision 2025"  wird von den Beteiligten überwiegend positiv gesehen, in den Kommentaren beschäftigt man sich eher allgemein mit der Diskussion zu Open Innovation, wenige kritische Anmerkungen wünschen sich ein zügiges Vorangehen in Richtung Open Innovation.

Die am kritischsten diskutierte und bewertete Maßnahme stellt der Vorschlag neues "Forschungszentrum für die Anwendung von OI in der Wissenschaft" (Maßnahme 6) dar. Hier wurde vor allem die Struktur zur Implementierung von OI in der Wissenschaft erörtert, der Vorschlag für ein eigenständiges Forschungszentrum wurde in Frage gestellt.

Etwas weniger konfliktreich aber mit ähnlich vielen Kommentaren  wurde die Maßnahme zum "Aufbau einer neuen "OI-Plattform für sozial/gesellschaftliche Innovation"  (Maßnahme 4) bedacht. Einerseits wurden klare Vorstellungen dazu notiert, aber auch die Frage gestellt, ob es eine neue "zusätzliche" Plattform braucht.

Andere Maßnahmen wie z.B. Maßnahme 1 "Errichtung von offenen Innovations- und Experimentierräumen für BürgerInnen", 3 "Weiterentwicklung von Services der öffentlichen Verwaltung mit OI" und 8 "Öffnung von Förderprogrammen für Innovation von Usern und BürgerInnen" konnten ebenfalls mit mehr als jeweils 20 Kommentare und vielen (positiven) Votings als wichtig eingestuft werden, allerdings wurden sie allesamt weniger kritisch diskutiert.

Die Maßnahmen 15 "Gründung einer internationalen OI-Allianz" , 14 "Konzeption und Realisierung einer umfassenden Kommunikationsoffensive" und 5 "Matchmaking-Plattform für InnovationsakteurInnen" waren den TeilnehmerInnen zwar im Verhältnis weniger Kommentare wert, allerdings wurden diese Maßnahmen  am kritischsten beurteilt.

Die Ergebnisse der Diskussion fließen in die Erstellung der nationalen Open Innovation Strategie der Bundesregierung ein. Details zum Prozess finden Sie hier.

OI in Österreich: Vision 2025

 
001

Im Jahr 2025 ist Österreich international für seine Offenheit für Innovation und die rege Beteiligung von Bevölkerung und Institutionen an Innovationsaktivitäten bekannt - vor allem durch lebendige Ökosysteme, in denen Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Politik virtuell und real zusammenarbeiten, um Probleme in der Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft anzugehen und neue, bessere Lösungen zu entwickeln. Österreich wird aufgrund seiner Fähigkeit, trotz – oder gerade wegen – seiner reichhaltigen Geschichte und Kultur sich permanent neu zu erfinden, von internationalen Unternehmen, internationalen Organisationen sowie Wissenschafts- und Kompetenznetzwerken häufig als Forschungsstandort und „Testbed“ für Innovationen genutzt.

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27 Stimmen
 
002

Open Innovation ist dabei, in Österreich zu einer Selbstverständlichkeit zu werden: Offenheit für neues Wissen, neue Produkte, Methoden und Systeme, ein Geist der Zusammenarbeit quer über Disziplinen, Branchen und geografische und gesellschaftliche Grenzen hinweg, starke Experimentier- sowie Risikofreude und eine auf Lernen ausgerichtete Fehlerkultur sind Werte, welche bereits von früh an in Kindergärten und Schulen gelebt und trainiert werden. Sie sind in den Organisationskulturen der meisten Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und in der öffentlichen Verwaltung fest verankert. Dabei steht der Mensch als Wissensressource im Mittelpunkt.

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24 Stimmen
 
003

Unabhängig von Alter, Bildungsgrad und Beruf haben Bürgerinnen und Bürger immer öfter die Möglichkeit, sich an Forschungs- und Innovationsprojekten zu beteiligen, diese sogar zu initiieren oder Fragestellungen einzubringen, welche bearbeitet werden sollen. In der universitären und der außeruniversitären Forschung bereichern partizipative Forschungsprozesse und die erfolgreiche Anwendung inter- und transdisziplinärer Methoden die bestehenden Forschungsprofile. Die nationale Forschungsförderung unterstützt aktiv diese Entwicklung. „User Innovation“ hat einen hohen Stellenwert im Innovationssystem, ebenso die Erzielung eines hohen Grades an Diversität unter den Akteurinnen und Akteure, um tatsächlich neues, idealerweise radikal neues Wissen zu schaffen. Kinder und Jugendliche werden systematisch in Zukunftsfragen und -projekte involviert. Seniorinnen und Senioren teilen ihre Erfahrungen und Bedürfnisse und sie stellen einen wichtigen Nachfragemarkt für Innovation dar.

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21 Stimmen
 
004

Die Fähigkeit der österreichischen Unternehmen, Open Innovation-Methoden gezielt anzuwenden und global verstreutes Wissen zu erschließen und für sich zu nutzen, ist ein wesentlicher Grund für den Erfolg auf internationalen Märkten geworden. Selbst Klein- und Mittelbetrieben gelingt es sehr gut, frühzeitig neue Marktbedürfnisse zu erkennen und diese in Zusammenarbeit mit anderen, häufig auch unüblichen Akteurinnen und Akteure wie (Lead) Usern, User Crowds und User Communities, Unternehmen der eigenen als auch anderer Branchen und der Wissenschaft, in erfolgreiche Innovationen zu übersetzen. Optimale Rahmenbedingungen, wie z.B. ein hoher Informationsstand insbesondere in Hinblick auf den strategischen Umgang mit Intellectual Property Rights, moderne physische und virtuelle Infrastrukturen sowie neue Managementmodelle und -praktiken unterstützen Interaktion, Co-Creation und gemeinsames Experimentieren.

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23 Stimmen
 
005

Die öffentliche Verwaltung wendet aktiv Open Innovation-Methoden für die Weiterentwicklung ihrer Prozesse und Leistungen an. In der Politik ist Innovation als Querschnittsthema über alle Politikbereiche etabliert, Wissen und Innovation leiten die standortpolitischen Weichenstellungen. Österreichs aktive Open Innovation-Politik ist internationales Vorbild für die Gestaltung und Steuerung offener Innovationssysteme.

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20 Stimmen
 
006

In der Wissenschaft ist es üblich, Fragestellungen in interdisziplinären Teams zu bearbeiten und mit unüblichen Partnerinnen und Partner außerhalb des Wissenschaftssystems zusammenzuarbeiten, auch um mit den Ergebnissen einen möglichst hohen Nutzen für die Gesellschaft und Umwelt zu stiften.

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25 Stimmen
 
007

Innovationswissen wird von allen Akteurinnen und Akteuren als strategisch wichtiges Gut verstanden, das bewusst verwertet wird und daher je nach Notwendigkeit anderen Akteurinnen und Akteuren frei zur Verfügung gestellt oder aber über geistige Eigentumsrechte geschützt wird. Synergien zwischen Open Innovation und Open Access, IP und Responsible Science werden optimal genutzt, um Win-Win Situationen für alle Akteurinnen und Akteure herzustellen.

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26 Stimmen

Maßnahmen

Maßnahme 1: Errichtung von offenen Innovations- und Experimentierräumen für Bürger/innen

 
008

Auch in einer digitalen Welt benötigt Innovation reale Begegnung, Kommunikation und direkten Austausch unter Akteur/innen: In offenen, für unterschiedliche Bevölkerungs- und Stakeholdergruppen (z.B. Kinder, Jugendliche, Student/innen, Senior/innen, Unternehmer/innen, Wissenschaftler/innen, etc.) zugänglichen Räumen werden sowohl neue Fragestellungen und somit Startpunkte für Innovationsprojekte als auch neue Lösungen erarbeitet. Dabei sind Offenheit, Diversität und die Einbindung von „Unusual Suspects“, also unüblichen Wissensgeber/innen, von großer Bedeutung. Ebenso hat ein spielerischer, experimenteller, häufig auch handwerklicher Zugang oberste Prämisse, um Ideen und Konzepte mittels digitaler wie nicht-digitaler Technologien rasch in Prototypen umzusetzen, zu testen und den Teilnehmer/innen neue Fertigkeiten zu vermitteln. Die Innovations- und Experimentierräume können, müssen sich aber nicht an international bekannten Formaten (wie Otelos, FabLabs, MakerLabs, Hack your City, Citizen Science Labs) orientieren. Sie sind in ihrer Ausrichtung auf Themen und Zielgruppen stark bottom-up getrieben. Entsprechend dem jeweiligen Bedarf regionaler Stakeholder könnte es z.B. einen zivilgesellschaftlichen Fokus auf Bürger/innen oder auch auf KMU inkl. Jungunternehmer/innen geben. Innovations- und Experimentierräume verbinden „alte“ und neue Akteur/innen bzw. Institutionen. Wesentlich ist, dass neben einem zentralen Innovations- und Experimentierraum mit hoher Symbolkraft in Wien, ein Netzwerk von (stationären wie mobilen) Innovations- und Experimentierräumen in den Bundesländern und Regionen aufgebaut wird. Das Netzwerk garantiert, dass eine hohe Zugänglichkeit für die lokale Bevölkerung hinsichtlich partizipativer Forschung und Entwicklung sowie Open Innovation auch außerhalb der Ballungsräume gewährleistet ist.

Diese Maßnahme wurde auf Grund der Beiträge im Workshop ergänzt.
Welche Maßnahmen müssten aus Ihrer Sicht konkret gesetzt werden um Innovations- und Experimentierräume (real und online) ins Leben zu rufen?

 

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44 Stimmen

Die Teilnehmer/innen des Stakeholder-Workshops betonten die Wichtigkeit offener, real existierender Innovationsräume neben der virtuellen Vernetzung. Aus diesem Grund wurde diese Maßnahme neu eingefügt. Dabei wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, diese Räume in Städten genauso wie in ländlichen Gebieten zu etablieren („FabLabs in allen Bundesländern“, „Pop-up-Labs“, „Breakout-Räume in Städten und Gemeinden“, etc.).

Maßnahme 2: Einführung und Etablierung von Open Innovation-Elementen an Kindergärten und Schulen sowie in der Aus- und Weiterbildung von Pädagog/innen

 
009

Um Offenheit für Innovation, Lust am Experimentieren und Zusammenarbeit quer über unterschiedliche Altersgruppen, Ethnien, Disziplinen und Institutionen in der Kultur zu verankern, werden diese Werte systematisch in Kindergärten und Schulen trainiert. Konkret finden Open Innovation-Wochen statt, durch die Kinder und Jugendliche erleben, wie sie durch forschendes Lernen, Offenheit, Diversität und Zusammenarbeit selbst neue Lösungsideen erarbeiten und (z.B. als neue Klassenraumgestaltung, in Form von Spielen, Sportgeräten, Apps, etc.) umsetzen können. Wesentlich ist dabei, dass Themenstellungen so gewählt werden, dass die Ergebnisse für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen relevant sind und damit die Bedeutung von Innovation erlebt wird. Auch Schulexterne wie z.B. Handwerker/innen, Senior/innen, Künstler/innen und Wissenschafter/innen werden einbezogen. Die Open Innovation-Wochen zielen auf eine innovationsfördernde Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen ab. Der angstfreie Umgang mit Versuch und Irrtum inklusive Scheitern, Konfliktbewältigung und Problemlösungsfähigkeiten wird trainiert. Materialien und Schulungsunterlagen wie Open Innovation-Wochen gestalten werden können, werden den Pädagog/innen zur Verfügung gestellt und schrittweise auch in den Regelunterricht integriert. Zusätzlich werden auch an pädagogischen Hochschulen und in der Weiterbildung von Lehrer/innen Open Innovation-Module angeboten.

Hier stehen Kinder und Jugendliche im Zentrum. Welche Maßnahmen wären aus Ihrer Sicht notwendig, um Open Innovation erfahrbar zu machen? Welche konkreten Ideen könnten diese Maßnahmen unterstützen?

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40 Stimmen

Aufgrund des Inputs der Teilnehmer/innen beim Stakeholder-Workshop wurde diese Maßnahme vom außerschulischen Bereich (ursprünglich: Hands-on-Camps für Kinder und Jugendliche) direkt in den Bereich der Kindergärten und Schulen transferiert. Auch die Verankerung von Open Innovation-Ausbildungen für Pädagog/innen wurde verdeutlicht und daher in die Maßnahme aufgenommen.

Maßnahme 3: Weiterentwicklung von  Services der öffentlichen Verwaltung mittels Open Innovation zur adäquaten Einbindung von Bürger/innen

 
010

Die öffentliche Verwaltung ist zunehmend gefordert, komplexe Problemlösungen zu entwickeln, welche auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Stakeholder eingehen. Open Innovation-Methoden können dazu beitragen, neue Services und Prozesse in hoher Qualität und mit hoher Akzeptanz bei den Zielgruppen in der Bevölkerung zu entwickeln. Daher wird in einem ersten Schritt in Pilotprojekten erprobt, wie auf professionelle und themenspezifische Weise Bürger/innen in die Entwicklung von neuen Bürger/innen-Services und Verwaltungsprozessen eingebunden werden können. Dies könnte durch den Ausbau bestehender sowie neuer Online-Plattformen für Crowdsourcing-Prozesse, oder auch durch moderierte Co-Creation-Workshops erfolgen. Darüber hinaus sollten Verwaltungseinheiten mit Erfahrung in der Anwendung von Open Innovation ihre erworbene Expertise, etwa im Form einer verwaltungsübergreifenden Servicestelle für Open Innovation in der öffentlichen Verwaltung oder durch die Schaffung eines Netzwerks anderen Verwaltungseinheiten in Bund, Ländern und Gemeinden zur Verfügung stellen, damit diese ihre Innovationsprozesse durch eine gezielte Öffnung verbessern können.

Im Stakehoder-Workshop wurde angeregt, verwaltungsübergreifende Servicestellen und/oder Netzwerke zu etablieren, die den Erfahrungsaustausch und Innovationsprozesse gezielt verbessern. Wie könnten solche Netzwerke gestaltet sein? Welche Maßnahmen sind dafür notwendig? Welche Möglichkeiten gibt es noch um Open Innovation in der öffentlichen Verwaltung dingfest zu machen?

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36 Stimmen

Aufgrund der Rückmeldungen der Teilnehmer/innen des Stakeholder-Workshops wurde dieser Maßnahmenvorschlag von einer „nationalen Kompetenzstelle“ für Open Innovation in der Verwaltung in eine „Servicestelle“ bzw. ein „Netzwerk“ umgewandelt, welche / welches Wissen bzw. Ressourcen in Hinblick auf Open Innovation unterschiedlichen Verwaltungseinheiten zur Verfügung stellt.

Am meisten diskutiert

Absatz Komm. Stimmen
11 39
36
13 38
51
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27
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42
10 25
36

Aktivste Benutzer

BenutzerIn Komm. Stimmen
veci777 36 46
lflflfl 35 37
Moderato... 34 0
Stefan K... 23 26
Manfred... 20 29
FWF 20 3

Aktuelle Kommentare

Richard Demattio schreibt:
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Moderatorenteam schreibt:
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